Danke - und tschüss...


Hallo liebe Geniesser und Veggietüren-Freunde,

nun ist es endgültig: Die Issbaldfertig UG  beendet - nach einem supererfolgreichen Jahr 2016 - ihren Geschäftsbetrieb

 

Das klingt für Dich vermutlich komisch, wenn ein so erfolgreiches Unternehmen schließt, doch die Gründe dafür sind vielfältig.

Das Konzept der Veggietüren ist als Hobby entstanden und hat sich ganz schnell verselbständigt. Eigentlich war es als zweites Standbein neben unserer bisherigen Tätigkeit als Bettina Schöbitz und Hauslehrer geplant. Doch dann nahm es 2016 Fahrt auf. Und sehr schnell kamen wir an unsere Grenzen...zeitlich und im weiteren Verlauf auch körperlich. 

Denn 2016 haben wir...

... das Gemüse für die Veggietüren zum großen Teil selber angebaut und geerntet oder aus zuverlässigen Quellen beschafft

... mit viel Aufwand passende und freie Mietküchen gesucht, gefunden und genutzt

... gefühlt zentnerweise Gelierzucker, Gemüse, Säften, Gewürzen und Gläsern bestellt, gekauft, geschleppt, gehoben, gelagert, geräumt und gekocht

... jede Menge juristisches Zusatzwissen rund um die Deutsche Konfitürenverordnung, Vorschriften zur korrekten Etikettierung, Markenrecht, Marktbeschickung, Handelsmargen, Design, Gläserformen  u.a  erworben

... eine Menge supertoller Menschen kennengelernt - sowohl auf Kunden- wie auf Kollegenseite

... auf verschiedenen Märkten geschwitzt und gebibbert, geschleppt und gequatscht, uns geärgert und gefreut und uns so manchen Sonnenbrand und manche Erkältung geholt ;-)

... ich, Bettina, meinem Liebsten immens viel zu verdanken, der klaglos für Märkte mit früh aufstand (wer ihn kennt weiß, was das bedeutet!), der vieles mitfinanziert hat, der jede Menge leere und volle Gläser geschleppt hat, der seine Ideen einbrachte und noch viel mehr - ich liebe Dich, mein Schatz!

... unseren Kunden und Kollegen so viel zu verdanken, die an die Idee geglaubt, Werbung gemacht und Veggietüren an ihre Kunden und Freunde verschenkt haben und uns immer wieder Mut zusprachen oder tatkräftig zupackten  

... tolle Marktveranstalter (beispielsweise bei Greta (MG), Andreasmarkt (KR), Haaner Gartenlust (Haan), Ricardamarkt (Bedburg) und weniger tolle Marktmeister (hier decken wir den Mantel des Schweigens drüber)  kennengelernt - und dabei sehr viel Lebenserfahrung gewonnen.

Und hey, Leute - diese Menschen, die da so hübsche Stände aufbauen und selbst ihre Sachen verkaufen, verdienen unser aller höchsten Respekt! Das ist Schwerstarbeit und diese Begeisterten haben verdammt wenig Freizeit und brauchen extreme Leidenschaft...und oft auch einen guten Finanzier!  

Manufakturarbeit ist  WERTvolle Höchstleistung

Bei aller Leidenschaft: Solange wir in Manufakturarbeit die Sachen fertigen, ist damit kein Geld zu verdienen - zu viel Zeit und Liebe stecken darin. Das können wir aus Kundensicht seitdem kaum genug wertschätzen - wir beide schauen künftig ganz anders auf alle die, die Dinge von Hand fertigen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten.

 

Lösungsideen - liefen ins Leere

Wir beide von Issbaldfertig haben jetzt über acht Monate nach einer wirtschaftlichen Lösung für die Produktion gesucht, die unseren Qualitätsansprüchen genügt und die doch noch einen kleinen Gewinn für all das Tun ermöglicht. Ohne Erfolg. Der Sprung weg von der klassischen Manufakturfertigung (dann müsste das 160 g-Glas über 8 Euro kosten, um auf Dauer wirtschaftlich zu sein) und hin zu einer halb-industriellen Fertigung ist riesig. Plötzlich geht es dann um 400 oder gar 800 Liter je Kessel und Sorte...also riesige Mengen, für die gute Rohwaren beschafft, vorfinanziert und fertige Gläser gelagert sowie transportiert werden müssten. Das Risiko können und wollen wir nicht tragen - so gerne wir Euch auch weiterhin unsere Veggietüren verkaufen würden.

 

Schwere Entscheidung

Wir haben es uns keinesfalls leicht gemacht, denn wir lieben unsere Produkte ebenso, wie Ihr. Und wir haben viel Geld investiert in dieses Konzept. Da auch wir unsere Miete bezahlen müssen und zudem noch andere Interessen haben, verabschiedet sich Issbaldfertig daher nun vom Markt. Mit einem weinenenden Auge (ja, es war toll auf manchen Märkten, mit manchen Kunden und mit vielen Kollegen...) und einem lachenden Auge (juchu, endlich wieder Zeit für meine Visualisierungen, Vorträge und Trainings und sowas wie Freizeit (!!!)...).

 

Und noch ein Grund für das Ende...

 

Tja, und dann haben wir zu allem Überfluss noch vor kurzem erfahren, dass die Tochter unseres Vermieters ein Baby bekommt. Und steht also eine Eigenbedarfskündigung ins Haus. Vermutlich kannst Du Dir vorstellen, was das für uns bedeutet....Wohnungssuche und kompletter Umzug mit Wohnung und beiden Büros (wir arbeiten beide von zu Hause aus...). Da bleibt jetzt endgültig kein Raum mehr für die professionell Veggietürenproduktion....

 

Wir bleiben Dir ein bisschen erhalten....


Bleib uns dennoch gerne verbunden, denn das Blog Issbaldfertig.de wird weiterleben und das Werden auf unserer Ackerparzelle begleiten. Und ich (Bettina) werde bestimmt auch hin und wieder mal eine Veggietürensorte kochen - weil wir sie selbst gerne vernaschen und als Geschenke für liebe Menschen. Wer also ganz lieb anfragt oder unserer Facebook-Fanpage verbunden bleibt, hat vielleicht doch noch die Chance auf ein Gläschen - dann auf freundschaftlicher Basis.

Wir sagen D A N K E !

Bettina + Michael

 

 

 

 

 

Wir sind Issbaldfertig....Michael Friedrich und Bettina Schöbitz. Seit 2002 ein Paar und seit 2016 beide Geschäftsführer von Deutschlands 1. Veggietüren®-Manufaktur. Für uns war  Issbaldfertig das zweite Standbein neben unseren jeweils eigenen Selbstständigkeit. Und wir beide entwickeln leidenschaftlich gerne neue Ideen in der Küche. So entstand Ende 2015 die Idee, aus Gemüse einfach mal süße Veggietüren® zu kochen.

Wie es sich klassisch gehört, steht bei uns die Frau in der Küche. Der Mann unterstützt sie, wo er nur kann. Vor allem beim leidigen Thema Buchhaltung, beim Stemmen der wirklich schweren Lasten - und beim Anstoßen, wenn es einen neuen Auftrag oder Erfolg zu feiern gilt. Und er massiert im Notfall auch wunde Füße nach einem langen Messetag.